Hochschule dual - Bildungspartner der bayerischen Wirtschaft

Bildungspartner der bayerischen Wirtschaft

Pressemitteilungen

06.06.2019

Verband Duales Hochschulstudium gegründet - Bildungsforschung soll zur Qualität des Erfolgsmodells beitragen

Am 23. Mai 2019 haben neun Anbieter dualer Hochschulstudienmodelle, darunter hochschule dual für Bayern, den Verband Duales Hochschulstudium Deutschland gegründet. Der Verband fördert empirische Bildungsforschung rund um das duale Studium. Durch die Verbreitung von Forschungsergebnissen soll ein besseres Verständnis des dualen Studienmodells unterstützt und die Qualität dualer Studienangebote gestärkt werden.

Professor Dr. Karl Stoffel und Amelie Zimmermann sind das neue Duo an der Spitze von hochschule dual, der Dachmarke der 20 kooperierenden Hochschulen. Die Initiative bündelt nicht nur das gesamte duale Studienangebot durch eine zentrale Informationsplattform, sondern agiert auch als Servicestelle für Hochschulen, Studieninteressierte und Unternehmen.

Pressemitteilung lesen

In der Gründungsversammlung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin wurde deren Erster Vizepräsident Professor Dr. Harald Gleißner zum Vorsitzenden des neuen Verbands gewählt. 

 
„Das duale Studium ist ein Erfolgsmodell, das mittlerweile in aller Munde ist. Es ist deshalb an der Zeit, dass auch die Anbieter dieses einzigartigen Studienmodells gemeinsam ihre Stimme erheben. Gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse wollen wir aktiv zur öffentlichen Debatte und zur erfolgreichen Weiterentwicklung des dualen Studiums beitragen“, erläutert Professor Gleißner den Verbandszweck.

 
Studium verbindet Theorie und Praxis an verschiedenen Lernorten

 
Das duale Studium erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Mittlerweile studieren über 100.000 Studierende in mehr als 1.500 Studiengängen nach diesem Studienmodell. Die Besonderheit des dualen Studiums ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis im Rahmen eines Hochschulstudiums. Das duale Studium verbindet akademisches Lernen an der Hochschule mit praxisorientiertem Lernen in Betrieben, öffentlichen Einrichtungen sowie Institutionen des Sozial- und Gesundheitswesens. Absolvent*innen dualer Studiengänge verfügen so über ein besonderes Kompetenzprofil, das einen erfolgreichen Übergang in den Arbeitsmarkt verspricht.

 
Augenmerk auf Qualität der Studienangebote

 
„Ein duales Studium verbindet nicht nur Theorie und Praxis auf ideale Weise. Durch das sogenannte Verbundstudium, bei dem das Studium mit einer Ausbildung kombiniert wird, und das in Bayern ca. 5000 Studierende absolvieren, wird auch der Gegensatz zwischen beruflicher und akademischer Bildung überwunden. Gesamtgesellschaftlich darf es nicht nur ein „entweder oder“ sondern es muss auch ein „Miteinander“ geben. Dies gilt nicht nur für die klassischen Industrie- und Handelsberufe sondern auch für das Handwerk und im sozialen Bereich“, sagt Professor Dr. Franz Boos, stellvertretender Vorsitzender des Verbands Duales Hochschulstudium und wissenschaftlicher Leiter von hochschule dual in Bayern. Der neue Verband soll auch dabei helfen, hier neue Entwicklungsmöglichkeiten zu erforschen und die Qualität zu sichern.

 
Zu stellvertretenden Vorsitzenden des neu gegründeten Verbands wurden der Präsident der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Professor Arnold van Zyl, PhD, der leitende Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium an der Technischen Hochschule Mittelhessen, Professor Dr. Harald Danne, der Leiter des Instituts für Duale Studiengänge der Hochschule Osnabrück, Professor Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer, der wissenschaftliche Leiter von hochschule dual in Bayern, Professor Dr. Franz Boos und die Präsidentin der Technischen Hochschule Wildau, Professorin Dr. Ulrike Tippe gewählt. Schatzmeister des eingetragenen Vereins wird Professor Dr. Hans-Christoph Reiss, Geschäftsführer der Dualen Hochschule Rheinland-Pfalz. Die jährliche Kassenprüfung übernehmen Professor Dr. Burkard Utecht, Präsident der Dualen Hochschule Gera-Eisenach und Franziska Kuhl, Leiterin der Agentur Duales Studium Land Brandenburg.

 
Nach Eintragung im Vereinsregister und Einrichtung einer Geschäftsstelle können auf Antrag weitere Mitglieder durch Mehrheitsbeschluss des Vorstands aufgenommen werden. Mitglieder können juristische Personen des öffentlichen Rechts werden, die duale Hochschulstudienmodelle anbieten sowie deren rechtsfähige Serviceeinheiten.

 
Gründungsmitglieder Verband Duales Hochschulstudium Deutschland:

  • Duale Hochschule Baden-Württemberg
  • Duale Hochschule Gera-Eisenach
  • Duale Hochschule Rheinland-Pfalz
  • hochschule dual Bayern
  • Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
  • Hochschule Osnabrück
  • Technische Hochschule Brandenburg
  • Technische Hochschule Wildau
  • Wiss. Zentrum Duales Hochschulstudium Technische Hochschule Mittelhessen

Pressekontakt hochschule dual:

Martina Bischoff - Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit martina.bischoff@hochschule-dual.de  Tel:  089- 5404 137-18

Pressefoto: v. L.: Prof. Dr. Andreas Zaby, Prof. Arnold van Zyl, PhD, Susanne Graf, Prof. Dr. Hans-Christoph Reiss, Prof. Dr. Franz Boos, Prof. Dr. Harald Gleißner, Prof. Dr. Ulrike Tippe, Prof. Dr. Andreas Wilms, Prof. Dr. Burkhard Utecht, Prof. Dr.-Ing. Thorsten Kurzawa, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer, André Meidenbauer, Ewa Tränkner, Prof. Dr. Harald Danne, Achim Saulheimer. 
Bildrechte: Sylke Schumann / HWR Berlin

Zu hochschule dual

Die Dachmarke hochschule dual bündelt seit 2006 alle dualen Studienangebote an den staatlichen bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft.  Eigene Qualitätskriterien geben einen verlässlichen Rahmen für Studierende, Hochschulen und Praxispartner. Aktuell absolvieren über 7.600 Studierende ein duales Studium in Bayern. Ca. 70 % wählen das ausbildungsintegrierende Verbundstudium. In diesem Modell erlangen die Studierenden neben dem akademischen Bachelorabschluss auch einen von den Kammern anerkannten Berufsabschluss. Das zweite Modell „Studium mit vertiefter Praxis“ ist praxisintegrierend und kann sowohl im Bachelor- wie auch im Masterstudium gewählt werden. Die 20 kooperierenden Hochschulen und über 1.600 Unternehmenspartner ermöglichen es den Studierenden zwischen 240 unterschiedlichen Studienangeboten zu wählen.