Hochschule dual - Bildungspartner der bayerischen Wirtschaft

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Modell mit vertiefter Praxis: praxisintegrierend

Im Studium mit vertiefter Praxis wird ein reguläres Bachelorstudium an der Hochschule mit intensiven Praxisphasen im Unternehmen kombiniert. Die Praxiseinsätze orientieren sich an den Studieninhalten und der individuellen Qualifikation für eine Aufgabe. Eine Berufsausbildung ist nicht integriert.

Studium mit vertiefter Praxis

Wie funktioniert das Studium mit vertiefter Praxis?

Dauer: 3,5 Jahre - 16 Monate Praxis, zzgl. 3-monatige Bachelorarbeit
Abschluss: Bachelorabschluss (B.A., B.Eng., B.Sc., LL.B.)

  1. Zuerst entscheiden sich die Studieninteressierten für ein Studienfach, das als Studium mit vertiefter Praxis studiert werden kann. Eine Übersicht aller Studiengänge mit vertiefter Praxis an den bayerischen Hochschulen gibt es in unserer Datenbank
  2. Danach bewerben sich die Studieninteressierten um einen Platz für das duale Studium in einem Unternehmen - vielleicht in Ihrem -, das mit der ausgewählten Hochschule im gewünschten Studienfach kooperiert.
    Welche Unternehmen ingesamt kooperieren, sehen Sie in unserer Datenbank Einige Unternehmen schalten zudem aktuelle Stellenanzeigen für das duale Studium in unserem Jobportal
  3. Nach Abschluss des Bildungsvertrages bewerben sich die Studieninteressierten innerhalb der regulären Fristen an um einen Studienplatz an der gewünschten Hochschule. Nun kann das Studium beginnen.
    Alternativ: Die jungen Menschen starten zunächst mit dem regulären Studium und finden während des Studiums (1.-3. Semester) nach demselben Schema wie oben beschrieben ein Unternehmen für die Praxisphasen ab dem 2. / 3. / 4. Semester. FAZIT: Der Einstieg in das Studium mit vertiefter Praxis ist flexibel. Welche Modalität gewählt wird, hängt auch vom Unternehmen ab.
  4. Hochschul- und Praxisphasen wechseln sich im Studium mit vertiefter Praxis systematisch ab. Während der vorlesungsfreien Zeit und dem Praxissemester durchlaufen die dual Studierenden intensive Praxisphasen in Ihrem Unternehmen. Sie werden bei Ihnen in Projekte eingebunden, durchlaufen idealerweise verschiedene Abteilungen und können im späteren Verlauf ggf. auch eigene kleine Projekte übernehmen.
  5. Das Studium mit vertiefter Praxis endet mit einer betriebsnahen Bachelorarbeit in Ihrem Unternehmen.

Beispiel: Zeitlicher Ablauf

 

Foto: EDAG Engineering AG in München (Bernhard Schmidt Photographie, München)

Und die vertragliche Seite?

Vor Beginn des Studiums schließen Sie mit Ihren ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten einen Vertrag über das Studium mit vertiefter Praxis, in dem Art und Umfang der Praxiseinsätze, Vergütung und Urlaubsanspruch sowie alle weiteren Rahmenbedingungen geregelt sind, den Bildungsvertrag Studium mit vertiefter Praxis (Muster)

Auch einige Hochschulen bieten Musterverträge an.

Darüber hinaus klären Sie als Unternehmen mit Ihrer Kooperationshochschule die wichtigsten Eckpfeiler des dualen Studiums (z. B. Niveau der Praxisausbildung, Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen für das Studium). Diese Absprache mit der Hochschule kann in mündlicher oder schriftlicher Form (Kooperationsvereinbarung) erfolgen.

Welche Regelungen gibt es zur Sozialversicherungspflicht?

Mit Inkrafttreten des Vierten Gesetzes zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze vom 22. Dezember 2011 (veröffentlicht im Bundesgesetzblatt Nr. 71 vom 29.12.2011, Seite 3057 ff) gilt:

Die Teilnehmer/innen an dualen Studiengängen werden den zur Berufsausbildung Beschäftigten gleichgestellt und sind als solche einheitlich für die gesamte Dauer des entsprechenden Studiengangs der Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung unterstellt. Die gesetzlichen Regelungen traten am 1. Januar 2012 in Kraft und gelten bundesweit.

Vgl. 4. Gesetz zur Änderung SGB IV (Sozialversicherungspflicht Studierende), S. 3058f

Wie sieht die Vergütung aus?

Die Vergütung der Studierenden ist mindestens für die betrieblichen Phasen verpflichtend. Sie sollte anfangs wenigstens 80 %, ab dem 3. Semester 100 % der Vergütung entsprechender Ausbildungsberufe im zweiten Ausbildungsjahr betragen.

Beachten Sie für die zusätzlichen Praxisphasen im dualen Studium (z. B. Semesterferien) die geltende Mindestlohnregelung

Welche Vorteile hat Ihr Unternehmen durch das Studium mit vertiefter Praxis?

  • Dual Studierende werden direkt in der Fachabteilung eingesetzt.
  • Das Studium mit vertiefter Praxis ist auch geeignet für Ihre Nachwuchskräfte mit bereits abgeschlossener Berufsausbildung.
  • Dieses Modell ist auch für Betriebe geeignet, die keine Berufsausbildung anbieten.
  • Trotz deutlich mehr Praxis dauert das Studium mit vertiefter Praxis nicht länger als ein herkömmliches Hochschulstudium.
  • Studierende können bis einschließlich des 4. Semesters von Betrieben für dieses Modell rekrutiert werden.
  • Das Studium mit vertiefter Praxis ist für Sie eine optimale Möglichkeit, die jungen Leute schon im Studium ganz gezielt und ganz speziell an ihren späteren Aufgabenbereich in Ihrem Unternehmen heranzuführen.

Weitere Vorteile des dualen Studiums

Sie wollen Unternehmenspartner werden?

Sie möchten das Studium mit vertiefter Praxis ins Ausbildungsprogramm Ihres Unternehmens aufnehmen?

Hilfreiche Informationen, angefangen von der Auswahl des Studienmodells bis hin zur Zusammenarbeit mit der Hochschule und der Bewerbung Ihrer vakanten Stellen, finden Sie unter "Unternehmenspartner werden"

Das Stipendiatenmodell des I.C.S.

Diese Alternative im Modell „Studium mit vertiefter Praxis“ ermöglicht Ihnen, überdurchschnittliche Studentinnen und Studenten mit hohem Potenzial frühzeitig in Ihr Unternehmen einzubinden: Die Hochschulen schlagen nach den ersten Semestern die besten Studierenden als Stipendiatinnen und Stipendiaten für das Förderprogramm vor. Sie schließen mit Kandidatinnen und Kandidaten Ihrer Wahl einen Fördervertrag, der über die letzten 2 bis 4 Semester des Studiums läuft. Der Praxisanteil liegt in der Förderphase meist bei über 60%. In dieser Zeit lernen Ihre potenziellen Nachwuchskräfte bereits intensiv die Arbeitsabläufe und Prozesse in Ihrem Unternehmen kennen – und Sie deren Potenzial. Besondere Studienschwerpunkte können Sie im Hinblick auf Ihre Unternehmensziele mit Ihren Förderstudenten vereinbaren.

Das I.C.S.- Modell wird derzeit von mehreren Hochschulen in zahlreichen Studiengängen (Bachelor, Master) in Kooperation mit dem I.C.S. (Förderverein International Co-operative Studies) und renommierten Partnerunternehmen praktiziert:

  • Hochschule Augsburg
  • Hochschule Landshut
  • Hochschule München
  • Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
  • Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
  • Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Detaillierte Informationen zum I.C.S.-Fördermodell finden Sie unter www.ics-ev.de