Leichter Anstieg der dual Studierenden in Bayern

Dual Studierende an der Hochschule

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Im Wintersemester 21/22 stieg die Zahl der dual Studierenden weiter leicht an. Über 8.300 Studierende in Bayern wählten ein duales Studienmodell an einer der 19 Hochschulen im Netzwerk von hochschule dual. Studiengänge im Bereich Technik und IT sind am stärksten nachgefragt, ihr Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr noch gestiegen.

Ein duales Studium hat sich als eine attraktive Studienform an den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften etabliert. Im Wintersemester 21/22 haben sich 8.367 Studierende für dieses Studienmodell, das Theorie und betriebliche Praxis miteinander verbindet, entschieden. Das ist die höchste Zahl seit der Gründung von hochschule dual – Bayerns Netzwerk für duales Studieren.

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume betont: „Das duale Studium an Bayerns Hochschulen ist ein starker Pfeiler unseres vielfältigen Studienangebots. Das gestiegene Interesse an diesem Modell zeigt: Das duale Studium ist für viele junge Menschen ein perfektes Sprungbrett in den Beruf. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis macht die Absolventinnen und Absolventen zu hervorragend ausgebildeten und gesuchten akademischen Fachkräften. Das duale Studium ist und bleibt ein bayerisches Erfolgsmodell!“

Größtes Studienangebot im Bereich Technik & IT

Der Anteil der dual Studierenden liegt im Vergleich zum letzten Jahr gleichbleibend bei knapp 7 %. Veränderungen gab es bei der Wahl der Studienmodelle und Studiengänge. Hier setzen sich die Entwicklungen des letzten Jahres fort. Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften und Informatik sind mit einem Anteil von 59 % am stärksten nachgefragt. Das sind 5 %-Punkte mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle liegen „Gesundheit und Soziales“ mit gleichbleibend 23 %, gefolgt von „Wirtschaft“ (12 %) und „Umwelt & Naturwissenschaften“ (6 %).

Bayern ist ein erfolgreicher und innovativer Industriestandort. Investitionen in neue Technologien und Digitalisierung, die auch durch die Corona-Pandemie noch einen weiteren Schub erhalten haben, lassen den Bedarf an gut und passgenau ausgebildeten Fachkräften in den Studienfeldern Technik und IT steigen. „Ein duales Studium ist für Unternehmen ein erfolgreiches Instrument der Personalgewinnung. Duale Absolvent*innen können ohne weitere Einarbeitung sofort eingesetzt werden, ein großer Vorteil, der die Kosten bei Weitem ausgleicht“ erläutert Professor Franz Boos, wissenschaftlicher Leiter von hochschule dual. Aktuell sind 1.721 Unternehmen, Behörden und soziale Einrichtungen als Praxispartner bei hochschule dual registriert. 

Anstieg im Studium mit vertiefter Praxis

Wer dual studieren möchte, dem stehen in Bayern zwei Modelle zur Verfügung. Etwas mehr als die Hälfte der Studierenden wählte dieses Studienjahr ein 4,5-jähriges Verbundstudium, das Ausbildung und Studium miteinander verknüpft. Dies zeigt, dass in Bayern, im Gegensatz zum bundesweiten Vergleich, auch für Abiturient*innen eine Ausbildung von Interesse sein kann. Insgesamt ist die Zahl der Studierenden in diesem Modell jedoch auch in diesem Jahr rückläufig. Anders beim „Studium mit vertiefter Praxis“. Hier ist die Zahl der Studierenden um 13 % gestiegen, so dass der Anteil mittlerweile bei 43 % liegt.

Ein duales Studium bietet viele Vorteile. Die Kombination von Theorie und Praxis und die finanzielle Unterstützung sind dabei die Wichtigsten. „Dualen Absolvent*innen stehen alle Wege offen,“ so Professor Boos. „Vom direkten Einstieg in den Beruf mit besten Karrierechancen bis zur Promotion ist alles möglich.“

Umfangreiches Serviceangebot

hochschule dual unterstützt Studieninteressierte dabei, das richtige duale Studienangebot zu finden. Neben einem Online-Portal, in dem alle Studiengänge und Praxispartner zu finden sind, gibt es diverse Beratungsangebote und Veranstaltungen für Schüler`*innen, Beratende und Eltern. Leitfäden und Musterverträge helfen Unternehmen und Einrichtungen auf ihrem Weg, ein erfolgreicher Praxispartner zu werden.

Die detaillierten Zahlenergebnisse sind auf www.hochschule-dual.de/statistik abrufbar.

 

 

Pressekontakt:

Martina Bischoff - Referentin Kommunikation

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